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Haarausfall

Das Ausfallen von Haaren ist ein ganz natürlicher Prozess. Der durchschnittliche Erwachsene verliert ungefähr 100 Haare am Tag. Durch die ständige Neubildung bleibt die Dichte der Haare allerdings ständig im Gleichgewicht. Bei einem Verlust von mehr als 100 Haaren pro Tag und einer fehlenden Neubildung über einen längeren Zeitraum kann von Haarausfall ausgegangen werden und es sollte den Ursachen auf den Grund gegangen werden. In der Fachsprache nennt sich Haarausfall Effluvium capillorum. Stärkerer Ausfall, bei dem die Haare sichtbar ausgedünnt wirken nennt sich Alopezie.

Weitere Anzeichen für möglichen Haarausfall sind:

Inhalt


Ursachen und Arten von Haarausfall


Der Haarausfall als Krankheit ist sehr komplex, so gibt es viele verschiedenen Ursachen und Arten. Die nächsten zwei Kapitel werden näher darauf eingehen.


Arten von Haarausfall

Die häufigste Art von Haarausfall ist jene aufgrund von genetischer Veranlagung. Ebenfalls zu berücksichtigen sind die Faktoren körperlicher oder psychischer Stress, Zink- oder Eisenmangel, Fehlfunktion der Schilddrüse oder chronische Erkrankungen sowie Infektionen. Generell werden unterschieden:

Erblich bedingter Haarausfall

Hormonell-erblicher Haarausfall, auch androgenetische Alopezie genannt: Hier ist ein typisches Haarausfallmuster erkennbar. Bei Männern sind dies Geheimratsecken sowie kahle Stellen am Hinterkopf. Bei Frauen gibt es vermehrt lichte Stellen im Scheitelbereich. Diese Art von Haarausfall verläuft meist chronisch. Der hormonell-erbliche Haarausfall ist bei Männern sehr weit verbreitet. So findet sich bei vier von fünf Männern androgenetischer Haarausfall im Laufe des Lebens. Es besteht eine genetisch bedingte Überempfindlichkeit der Haarfollikel, dies sind lange Hornfäden bestehend aus Keratin, gegenüber den männlichen Hormonen, auch Androgenen genannt. Ein Fünftel der Männer, die von erblichem Haarausfall belastet werden, zeigen das weibliche Muster von Haarausfall.

Bei Frauen kann diese Art von Haarausfall in der Regel ab dem 30. Lebensjahr auftreten. Vermehrt kommt er hier ebenfalls in den Wechseljahren vor. Ein Problem, das viele Patienten von androgenetischer Alopezie haben ist, dass diese Art von Haarwachstumsstörungen sehr unscheinbar beginnen. So wird das Haar bei Frauen anfangs dünner und kraftlos und verliert zeitgleich an Volumen. Generell verschlechtert sich die Haarqualität und es wachsen nur noch dünne, kurze Flaumhaare. Dies führt soweit, bis die Kopfhaut immer deutlicher sichtbar wird.

Diffuser Haarausfall

Diffuser Haarausfall ist eine ebenfalls sehr häufig auftretende Form von Haarausfall: Dabei lichtet sich das Haar über den gesamten Kopf und es ist gleichzeitig kein Haarausfallmuster zu erkennen. Hier haben wir einen zyklischen Verlauf, das heißt, dass der Verlust von Haaren auch nur über eine bestimmte Zeit auftreten kann. Dadurch unterscheidet er sich stark von dem typischen Verlauf eines androgenetischen Haarausfalls oder eines kreisrunden Haarausfalls. Besonders betroffen von diffusem Haarausfall sind. Die Zahl an Erkrankungen bei Frauen steigt stetig, so ist es auch auffallend, dass in den letzten Jahren immer mehr Kinder und Jugendliche an dieser Art von Haarausfall leiden. Auch wenn ein Patient welcher vom diffusen Haarausfall betroffen ist meist den Ausfall von sehr vielen Haaren zu beklagen hat, endet diese Art von Haarausfall nur selten mit einer Glatze. Der Verlauf der Krankheit ist von Person zu Person sehr unterschiedlich. Auch deshalb, weil es meist sehr unterschiedliche Ursachen gibt, wie im Abschnitt „Ursachen von diffusem Haarausfall“ beschrieben wird. Nach Diagnostizierung der Ursache und anschließender gezielter Behandlung wachsen die Haare meist schon innerhalb von sechs Monaten wieder nach.

Kreisrunder Haarausfall

Kreisrunder Haarausfall: Darunter wird Haarausfall mit „kreisrunden oder ovalen, scharf begrenzten haarlosen Bereichen“ verstanden. Diese Art verläuft meist in Schüben und kann sich an mehreren Stellen ausbilden. Für den Großteil der Patienten, die von kreisrundem Haarausfall betroffen sind, wachsen die kahlen Stellen nach einer bestimmten Zeit wieder von alleine zu. Dem kreisrunden Haarausfall geht meist eine Autoimmunerkankung zuvor. Der genaue Verlauf des Haarausfalls konnte allerdings bis jetzt noch nicht geklärt werden, so wird vermutet, dass die Haare in einem abgegrenzten Bereich vom Körper „angegriffen“ und von der Nährstoffversorgung getrennt werden. Dadurch kommt es zu einem Veröden der Haarwurzel. Ein großes Problem des kreisrunden Haarausfalls ist die psychische Belastung, welche auf den Patienten wirkt. Die Flecken in der Haarpracht des Patienten lassen das Haar ungepflegt und schmutzig wirken und scheinen den Patienten im täglichen Verhalten sehr zu beeinflussen.

Die Diagnose für kreisrunden Haarausfall kann sehr einfach gefunden werden, da die Symptome hier sehr eindeutig sind. Neben klaren und zeitgleich scharf begrenzten kahlen Stellen gibt es in einigen Fällen weißliche Färbungen der Haut, kleine Haarreste am Rand und das Lösen der Haare am Rand durch einfaches Zupfen wird möglich.


Ursachen von Haarausfall

Die Ursachen von Haarausfall können sehr verschieden sein. Meist kann sie allerdings durch eine schnelle Diagnose gefunden werden, zum Beispiel durch eine visuelle Beurteilung oder die Abklärung des familiären Hintergrundes. In bestimmten Fällen ist es allerdings etwas komplexer. So spielt oft  die gegenwärtige Lebenssituation, in der ein Patient steckt, eine Rolle. Falls eine Ursache gefunden wird, kann diese sehr oft zielgerichtet behandelt werden.

Ursachen von hormonell-erblichem Haarausfall

Der anlagebedingte Haarausfall ist die häufigste Form des Haarausfalls. Im Laufe eines Lebens sind 80 % der Männer von diesem Typ von Haarausfall betroffen und 40 % der Frauen. In Europa sind rund 50 % aller Männer unter 50 Jahren von androgenetischer Alopezie betroffen. Als Ursache wird meist eine erbliche „Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gengenüber dem körpereigenen Botenstoff Dihydrotestosteron (kurz DHT)“ genannt. Das DHT wird in der Kopfhaut eines Menschen aus dem Geschlechtshormon Testosteron gebildet. Durch die Bindung des DHT an bestimmte Rezeptoren der Haarwurzel verkürzt sich die Wachstumsphase der Haare, wodurch sie nach und nach dünner und weicher werden. Dies geschieht so lange, bis keine Haare mehr gebildet werden und dadurch kahle Stellen entstehen. Zu den typischen Haarausfallmustern, wie zum Beispiel den Geheimratsecken, kommt es deshalb, weil der DHT nur bestimmte Haarwurzel angreift. So müssen diese eine entsprechende Empfängercharakteristik haben und die passende Sensitivität besitzen.

Ursachen von diffusem Haarausfall

Diffuser Haarausfall, auch diffuse Alopezie genannt hat andere Ursachen als der anlagebedingte Haarausfall. Vor allem die aktuelle Lebenssituation, in welcher sich der Patient befindet, spielt hier eine große Rolle. Körperlicher und psychischer Stress ist eine Hauptursache. Durch ständige Belastung und fehlende Ruhezeiten fehlt dem Körper die Möglichkeit sich zu erholen, was negative Auswirkungen auf den Haarwachstum hat. Ebenfalls ist Nährstoffmangel (zum Beispiel Eisen, Zink, Vitamin B, Biotin, Vitamin C, essentielle Fettsäuren) eine oft diagnostizierte Ursache. Weitere Ursachen können sein:

Diese Ursachen bringen den Wachstumszyklus der Haare auseinander. In den meisten Fällen dauert der diffuse Haarausfall somit so lange an, bis der Patient aus der problematischen Lebenssituation austritt. Wie zum Beispiel durch Stressreduktion oder einen ausgewogenere Ernährung.

Diffuser Haarausfall aufgrund von Strahlentherapie und Strahlenunfällen entsteht durch das Auftreffen einer verstärkten Dosis von Strahlung, zum Beispiel Röntgenstrahlung, auf den Körper. Die Kopfhaut erholt sich meist sehr schnell davon und nach ungefähr zwei Monaten wachsen die Haare normalerweise wieder nach.

Ursachen von kreisrundem Haarausfall

Ursachen von kreisrundem Haarausfall sind nach dem heutigen Wissensstand noch nicht exakt geklärt. Vermutungen von Experten gehen dahin, dass meist eine Autoimmunerkrankung dem Haarausfall vorausgeht. Da bei einer Autoimmunerkrankung das Immunsystem nicht nur gegen körperfremde Zellen, sondern auch gegen Gewebe, Zellen oder Organe des eigenen Körpers vorgeht, könnten auch die Haarfollikel angegriffen werden. Da das Immunsystem alle Haarfollikel des Körpers angreift, lichten sich neben den Kopfhaaren ebenfalls die Augenbrauen, Achselhaare und die Schambehaarung. Ebenfalls erwähnt werden psychische Erkrankungen oder eine Atopie, dies ist eine erhöhte Anfälligkeit für Allergien. Weitere Erkrankungen, die oft mit kreisrundem Haarausfall auftreten sind:


Haarausfall bei Männern

Haarausfall tritt bei Männern öfter auf als bei Frauen. Die häufigste Ursache beim männlichen Geschlecht ist ein anlagebedingter Haarausfall. Anzeichen können meist schon sehr früh erkannt werden. So gibt es diese in vielen Fällen noch vor dem 20. Geburtstag bereits den ersten Schub. Der zweite Schub kann häufig um den 40. Geburtstag erkennt werden. Es beginnt mit einem Zurückweichen der Haargrenze an der Stirn. Die lichten Stellen weiten sich in Richtung Hinterkopf aus, sodass nur noch ein Haarkranz im Nacken zurückbleibt. Der Haarausfall wird bei Männern normalerweise durch die höhere Menge an DHT im Körper begründet. Dies geschieht aufgrund eines überaktiven Enzyms, das besonders viel Testosteron in DHT umwandelt. Ebenfalls haben die Haarwurzel erblich bedingt eine hohe Zahl an empfindlichen DHT-Rezeptoren. Beim diffusen Haarausfall bei Männern sind die Probleme meist in den Lebensumständen des Patienten zu finden.

Hamilton-Norwood-Skala

In Folge von Untersuchungen an zahlreichen Patienten, die an Haarausfall leiden, entwickelte der Arzt Hamilton ein Einteilungsschema, das das typische Verlaufsmuster der Haarlichtung bei androgenetischer Alopezie zeigt (Hamilton JB: Patterned loss of hair in man; types and incidence. Ann N Y Acad Sci. 1951 Mar;53(3):708–28.).  Abbildung 2: Norwood-Hamilton-Schema

Um die Auswahl von Patienten für Haartransplantationen zu erleichtern wurde die Einteilung von dem Arzt Norwood weiter modifiziert (Norwood OT: Male pattern baldness: classification and incidence. South Med J. 1975 Nov;68(11):1359–65.). Wie in der Abbildung 2 gezeigt wird, kommt es in der ersten Stufe zu Geheimratsecken. Daraufhin lichtet sich das Haar im Bereich des oberen Hinterkopfs. Anschließend kommt es zum Zusammenlaufen der Lichtungen von der Stirn und dem Hinterkopf und es entsteht eine komplette Glatze. Erhalten bleiben die Haare im unteren Schläfenbereich und am unteren Hinterkopf.


Haarausfall bei Frauen

Rund 40 % der Frauen mit Haarausfall leiden unter anlagebedingtem Haarausfall. Bei den Frauen basiert der Haarausfall auf denselben Ursachen, wie bei den Männern. So kommt es durch überschüssiges DHT zu einer verkürzten Wachstumsphase der Haare. Diese werden dann immer dünner und fallen schließlich aus. Das weibliche Ausfallmuster kann in eine Frühphase und eine Spätphase unterteilt werden. Die Frühphase kann mit dem Beginn der Pubertät oder dem frühen Erwachsenenalter angesetzt werden und die Spätphase um den Beginn der Wechseljahre.

Der Grund warum Frauen weniger oft an Haarausfall leiden als Männer ist jener, dass Frauen durch das weibliche Sexualhormon Östrogen vor dem schädlichen DHT geschützt werden. Mit steigendem Alter und damit einhergehenden Sinken des Östrogenspiegels, zum Beispiel in den Wechseljahren, kann es zu einem erblichen Haarausfall kommen. Weitere Auslöser können eine Pillenpause oder die Einnahme von Medikamenten sein, da diese ebenfalls den Östrogenspiegel senken. Beim diffusen Haarausfall lichtet sich das Haar bei Frauen über den gesamten Kopf. Ursachen sind Stress, falsche Ernährung, Schlafmangel oder die Einnahme von Medikamenten.

Haarlichtungsmuster der Frau nach Ludwig

Die androgenetische Alopezie verläuft bei der Frau grundlegend nach dem von Ludwig beschriebenen Mittelscheitelmuster (Ludwig E.: Classification of the types of androgenetic alopecia (common baldness) occurring in the female sex. In: Br J Dermatol. 1977 Sep;97(3):247–54.). Dabei kommt es zu einer langsam fortschreitenden Ausdünnung der Haare im Oberkopfbereich. Die anfangs einfache Verbreiterung des Mittelscheitels nimmt langsam zu, bis sich das Haarkleid am Oberkopf etwa handflächengroß ausbreitet. Der vordere Haarkranz bleibt meist erhalten. In sehr starken Fällen können jedoch auch der Seitenbereich und der Vorderkopfbereich betroffen sein und zu einer für Frauen sehr seltenen, kompletten Glatze, führen. Auch gibt es Fälle wo Frauen dieselben Lichtungsmuster wie die Männer haben. Die 4 verschiedenen Stufen werden in den folgenden Abbildungen noch einmal aufgezeigt:

Abbildung 3: Stufen des Haarausfalls nach Ludwig, Stadium I – III


Diagnose des androgenetischen Haarausfalls

Für eine Diagnose von Haarausfall kommen abhängig von der Ausprägung verschiedene Verfahren zum Einsatz:

Für anschließende, genauere Untersuchungen wird ein Trichogramm oder ein Trichoscan verwendet. Dies erlaubt eine genaue Untersuchung des Haarzyklus.

Die zentrale Ansprechperson sollte normalerweise ein Hautarzt sein. In einem persönlichen Gespräch werden die Lebensumstände des Patienten geklärt und es wird nach weiteren Symptomen gefragt. Auch die Familiengeschichte wird abgeklärt mit der Identifikation von Verwandten mit derselben Krankheit. Bei Frauen informiert sich der Arzt ebenfalls über Veränderungen des Zyklus, die Anwendung hormoneller Verhütungsmittel und Schwangerschaften. Daraufhin wird der Zustand der Haare mit den oben genannten Testverfahren ermittelt. In gewissen Fällen werden die Haare auch unter dem Mikroskop beurteilt, dies wird auch Haarwurzelanalyse genannt.

Für eine abschließende Diagnose muss auch oft eine Gewebeprobe der Kopfhaut gemacht werden. Dies geschieht sehr oft bei einer schwer zu erreichbaren Diagnose.


Haarwachstum

Je nach Haarfarbe und ethnischer Herkunft besitzt der Mensch ungefähr 75.000  bis 100.000 Kopfhaare. Jede Haarfollikel hat eine biologische Uhr, welche den Haarzyklus steuert. Das Haarwachstum wird in die Wachstumsphase, die Übergangsphase und die Ruhephase unterteilt. Der Zyklus einer jeder Haarwurzel läuft unabhängig von der anderen ab. Somit befinden sich zu jeder Zeit Haare in der Wachstumsphase, während andere in der Übergangsphase oder der Ruhephase sind.

Ungefähr kann gesagt werden, dass 6 bis 12 Wochen nach dem Ausfallen eines Haares ein neues nachwächst. Die Geschwindigkeit beträgt dabei maximal 1 Zentimeter im Monat. Eine Haarwurzel kann normalerweise 10 bis 30 Lebenszyklen durchlaufen, bis sich kein neues Haar mehr bilden kann.

Phasen des Haarwachstums

Wachstumsphase

In der Wachstumsphase, auch Anagenphase genannt, wächst das Haar durch Zellteilung einen Zentimeter pro Monat. Dieser Prozess erstreckt sich über einen Zeitraum von 3 bis 6 Jahren. Normalerweise sind 80 % aller Kopfhaare in der Wachstumsphase. Die Dauer der Anagenphase bestimmt die maximale Haarlänge der Person. Bei einer Wachstumsgeschwindigkeit von 1 cm pro Monat dauert diese Phase bei manchen Menschen rund 10 Jahre bevor das Haar ausfällt. Die maximal erreichbare Länge der Haare liegt theoretisch bei 72 cm. Die Dauer ist allerdings bei jedem Menschen verschieden und wird von der genetischen Veranlagung beeinflusst. Ebenfalls wichtig für einen starken Haarwuchs ist die Einnahme von richtigen Nährstoffen. In der anagenen Phase sind die Haarwurzel besonders anfällig für Störungen, welche bereits verfrüht in die Übergangs- und später in die Ruhephase führen.

Übergangsphase

In der Übergangsphase, in der Medizin Katagenphase genannt, finden die Zellteilungen, die für den Haarwuchs verantwortlich sind, nicht mehr statt. Die Zellteilungen werden dadurch gestoppt, dass die Wurzel das Haar mit dem Follikel nach oben Richtung Kopfhaut stößt und dadurch das Haar von der Wurzel trennt. Durch die Abtrennung vom Haar von der Wurzel kann das Haarfolikel nicht mehr versorgt werden und das Haarwachstum wird eingestellt. Zeitgleich kommt es zu Rückbauvorgängen der Haarfollikel. Die Dauer der Übergangsphase erstreckt sich nur über wenige Tage bis 2 Wochen. Also kann gesagt werden, dass sich zu jeder Zeit ungefähr 1 % aller Kopfhaare in der Übergangsphase befindet.

Ruhephase

Die Ruhephase, auch Telogenphase genannt, bildet den Abschluss des Haarzyklus. Während dieser Phase kann sich abgestorbenes oder verhorntes Haar noch für 2 bis 4 Monate in einem Haarfollikel ohne Stoffwechselaktivität halten. Ausfallen wird dieses dann schließlich beim Kämmen oder bei der Haarwäsche. Ebenfalls kann es auch von einem nachkommenden Haar herausgestoßen werden. Rund 20 % aller Kopfhaare befinden sich in der Ruhephase.

Nach dem Ausfallen des Haares regeneriert sich der Haarfollikel und es bilden sich neue Haare, womit ein neuer Zyklus gestartet wird.

Wachstumszyklus der Haare

Abbildung 4: Wachstumszyklus der Haare

In Abbildung 4 wird noch einmal der gesamte Wachstumszyklus gezeigt. In der Anagenphase ist der Haarfolikel noch mit den Wurzeln verbunden. Ab der Katagenphase, wo diese Verbindung dann getrennt wird, stoppt das Wachstum. In der Ruhephase entstehen sekundäre Keimzellen, von denen sich dann ein neues Haar bilden kann. Wie bereits erwähnt, verlaufen die Phasen stets parallel. Dies ist auch die Erklärung dafür, warum bei einem gesunden Haarwuchs permanent Kopfhaare vorhanden sind und keine kahlköpfigen Phasen auftreten. So fallen auch die abgestorbenen Kopfhaare nicht alle zeitgleich aus, sondern immer nur in kleinen Mengen. Normalerweise sind es 100 bis 150 Haare am Tag.

Mittel gegen Haarausfall

Für den Fall, dass der Haarausfall nicht durch eine Umstellung der Lebenssituation erreicht werden kann, wird es notwendig die Krankheit zu therapieren. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten, die verschiedene Ziele verfolgen:

Dies führt zu folgenden therapeutischen Maßnahmen:

Mittel gegen Haarausfall können in die folgenden Produktkategorien eingeteilt werden:

Medikamente gegen Haarausfall

Die medikamentöse Behandlung erfolgt entweder als Lokaltherapie mit Präparaten zum Auftragen auf die Kopfhaut oder als Therapie, bei der das Mittel als Tablette eingenommen wird. Für eine Behandlung mit Medikamenten, in diesem Fall die Behandlung von anlagebedingtem Haarausfall, konnten bis heute nur zwei Wirkstoffe als wissenschaftlich wirksam bewiesen werden: Minoxidil und Finasterid.

 

Minoxidil und Finasterid

Beide stimulieren das Wiederwachstum und zeichnen sich durch eine gute Verträglichkeit aus. Bei erfolgreicher Anwendung der Mittel ist eine Weiterbehandlung nötig, um konstanten Haarwuchs zu erhalten. Wird also die Behandlung abgebrochen kommt es sehr sicher wieder zu einem Rückfall in die Krankheit. Zu beachten gilt, dass die beiden Mittel nicht mehr für eine bereits kahle Kopfhaut wirken.

Wirksamkeit und Anwendung von Minoxidil und Finasterid

Wie bereits erwähnt, kann mit den beiden Mitteln Minoxidil und Finasterid wirksam gegen androgenetische Alopezie vorgegangen werden. Bei Frauen soll eine 2%ige Minoxidil-Lösung gegen erblich bedingten Haarausfall angewendet werden. Laut klinisch gut kontrollierten Studien ist dies die optimale Anwendung. Damit kann in den meisten Fällen das Fortschreiten des Haarausfalls bei Frauen gestoppt werden. Zusätzlich berichten rund 50 % der Frauen von einer Zunahme der Haardichte. Dieselben positiven Auswirkungen hat das Minoxidil bei Männern.

Die Anwendung von Finasterid bei Männern wird klinisch als ebenfalls sehr gut bewertet und der Haarausfall lässt sich durch eine konsequente Anwendung wieder stoppen. Zu beachten gilt allerdings, dass Finasterid vor allem am Hinterkopf wirksam ist und weniger an der Stirn- und Schläfenregion. Ebenfalls zu berücksichtigen gilt, dass vor allem jüngere Männer, unter 40 Jahren, besser auf Finasterid ansprechen. Vor allem wenn sich die Krankheit im Frühstadium befindet. Dahingehend ist die erfolgreiche Anwendung von Finasterid sehr abhängig von der Stelle des Haarausfalls sowie der Schwere der Krankheit. Bei rechtzeitigem Anwenden von Finasterid, im Frühstadium der Alopezie, kann in über 80 % der Fälle der fortschreitende Haarverlust gestoppt werden.

Somit hängt die Wahl zwischen Minoxidil und Finasterid generell nur von persönlichen Vorlieben ab. Die folgende Tabelle zeigt die Eigenschaften von Minoxidil und Finasterid noch einmal kurz zusammengefasst:

Minoxidil Finasterid
Vorteile
Sicherheit gut einschätzbar Anwendung nur einmal täglich
Nebenwirkungen gut einschätzbar zuverlässig für jüngere Menschen
für gesamte Kopfhaut anwendbar zuverlässig für bestimmte Stellen
Nachteile
Einnahme zweimal täglich Nebenwirkungen für Libido und Errektionsvermögen (in rund 2 % der Fälle)

Eine Kombination von Finasterid und Minoxidil konnte bis jetzt noch nicht erfolgreich untersucht werden.

Minoxidil

Minoxidil ist ein Wirkstoff, der schon seit langem in der Therapie des Bluthochdruckes eingesetzt wird. Dabei zeigte sich als Nebeneffekt ein verstärktes Haarwachstum. Diese „Nebenwirkung“ wird seit dem in der Behandlung von Haarausfall genutzt. In wissenschaftlichen Studien konnte vielfach bewiesen werden, dass Minoxidil den Haarausfall stoppen kann und stattdessen sogar zu einer Verdichtung der Haare führt. Während dieser Studien konnte ein erster Erfolg bereits nach 6 – 8 Wochen bemerkt werden. Der Stopp des Haarausfalls kann nach ca. 3 Monaten erwartet werden und die Verdichtung nach ca. 3 – 6 Monaten.

Abbildung 5: Darstellung des Haaraufbaus

Abbildung 5 zeigt einen mikroskopischen Aufbau des Haares. Das untere Ende des Haarfollikels wird von einer Papille umschlossen. Dies ist eine Zone, aufgebaut aus Bindegewebe, feinen Blutgefäßen und Nervenfasern. Sie ragen zapfartig in den untersten Anteil des Haares. Die Papille ist die Steuerungs- und Versorgungszentrale des Haarfollikels und die Durchblutung in den Gefäßen dieser Region bestimmt das Haarwachstum. Bei dem anlagebedingten Haarausfall kommt es zu einer Verengung des Bulbus und der dermalen Papille. Durch das Auftragen von Minoxidil werden die feinen Blutgefäße rund um den Haarbulbus wieder erweitert und damit kann eine bessere Nährstoffversorgung gewährleistet werden. Ebenfalls bewirkt Minoxidil die Stimulation der DNA des Haares und steigert die Zellteilungsrate, wodurch sich die Haarfollikel und die dermale Papille vergrößern und ein dickeres Haar hervorbringen.

Anwendung von Minoxidil

Die Minoxidil Lösung sollte zweimal täglich auftragen werden, einmal morgens und einmal abends. Dabei sollte maximal 1 ml auf die trockenen, von Haarverlust betroffenen Areale der Kopfhaut aufgetragen werden. Daraufhin ist eine vierstündige Wartezeit bis zum Anfeuchten der Haare oder der Kopfhaut vorgeschrieben. Zur Auswahl stehen drei verschiedene Möglichkeiten die Lösung aufzutragen, diese werden in der folgenden Abbildung gezeigt:

Abbildung 6: Auftragen von Minoxidil

Links wird der Spray-Applikator gezeigt, in der Mitte der Kontakt-Applikator und rechts der Pumpspray-Applikator. In deutschen Apotheken ist Minoxidil seit 2012 rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Hier ist die Anwendung durch eine einfach anzuwendende Schaumformulierung vorhanden. Ein großer Vorteil ist hier die einfache Anwendung: Denn der Schaum klebt nicht und trocknet schnell ein.

Finasterid

Wie bereits erwähnt ist die Umwandlung des männlichen Geschlechtshormons Testosteron in DHT eine Hauptursache für Haarausfall. Die Anwendung von Finasterid stoppt oder verzögert die Umwandlung, wodurch weniger DHT entstehen kann. Durch die Anwendung von Finasterid kann der Spiegel von DHT im Blut um ungefähr 70 % gesenkt werden. Jahrelange international durchgeführte Studien konnten aufzeigen, dass bei 80 % der Anwender der fortschreitende Haarverlust gestoppt werden konnte und bei 65 % der Probanden eine Verdichtung der Kopfbehaarung erreicht wurde.

Für Erfolge bei der Behandlung werden mindestens 3-6 Monate benötigt. Dies gründet auf der Dauer des natürlichen Haarzyklus. Falls die Behandlung abgebrochen wird, kommt es in den allermeisten Fällen wieder zum selben Krankheitsverlauf.

Eingenommen wird Finasterid als Tablette mit 1 mg einmal pro Tag. Während dieser Zeit ist eine regelmäßige ärztliche Kontrolle unbedingt erforderlich, da in wenigen Fällen unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. So gab es bei Studien bei weniger als 4 % der Patienten Probleme mit der Sexualfunktion. Diese traten vorübergehend auf oder verschwanden zumindest nach Abbruch der Therapie. Die Tabletten mit Finasterid sind verschreibungspflichtig. Da der anlagebedingte Haarausfall des Mannes nicht als Erkrankung angesehen wird, wird die Behandlung nicht von der Krankenkasse übernommen. Geeignet ist die Therapie ausschließlich für Männer.

Hinweise:

Alfatradiol

Bei einer noch wenig ausgebildeten androgenetischen Alopezie kann die Einnahme von Alfatradiol sehr wirksam sein. Alfatradiol ist im Präparat Pantostin enthalten. Dieses enthält ungefähr 0,25 mg pro ml Alfatradiol. Die Wirkung von Alfatradiol ist dieselbe wie jene von Finasterid. Die Lösung hemmt die 5-Alpha-Reduktase. Dadurch wird die Umwandlung von Testosteron in DHT gebremst oder gestoppt. In der folgenden Tabelle werden die Unterschiede zwischen Finasterid und Pantostin aufgezeigt:

Pantostin Finasterid
wird lokal aufgetragen wird als Tablette eingenommen
zugelassen für Männer und Frauen nur für Männer zugelassen
wenige Nebenwirkungen ausgeprägtes Nebenwirkungsprofil
rezeptfrei erhältlich verschreibungspflichtig

Die Einnahme von Pantostin wird 1-mal täglich, vorzugsweise am Abend, empfohlen. Aufgetragen soll das Pantostin auf die betroffenen Stellen der Kopfhaut werden. Durch einen mitgelieferten Applikator lässt sich die erforderliche Menge leicht abschätzen. Eine bemerkbare Besserung des Haarwuchses kann frühestens nach einem Monat erwartet werden. Ab diesem Zeitpunkt kann die Menge der Einnahme auf alle 2 oder 3 Tage verringert werden. Anzumerken ist, dass der Hersteller die Wirksamkeit und Verträglichkeit des Medikaments über einen längeren Zeitraum als ein Jahr nicht wissenschaftlich geprüft hat.

Die Wirksamkeit von Pantostin konnte in mehreren Studien als sehr gut bewertet werden. So beurteilen 80 % der behandelnden Ärzte und 70 % der Teilnehmer das Ergebnis als gut bis sehr gut. Objektive Trichogramm-Analysen konnten ebenfalls zeigen, dass die Zahl der Haare in der Wachstumsphase zunahm.

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Nahrungsergänzungsmittel

wie z.B. Mineralstoffe, Zink, Vitamine.

 

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Shampoos, Haartonics und Liquids

Auf dem Markt gibt es eine sehr große Auswahl an Shampoos, Haartonics und Liquids, die meistens Koffein und je nach Produkt verschiedene weitere oder andere Wirkstoffe beinhalten.

 

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Ästhetische Hilfsmittel

Es gibt neben den Mitteln gegen Haarausfall auch rein ästhetische Hilfsmittel, die schnelle Ergebnisse – wenn auch nicht von Dauer – erzielen können.

Schütthaar

Eine einfache aber effektive Lösung um den Anschein von vollem Haar zu erwecken ist der Einsatz von sogenanntem Schütthaar. Dieses gibt es in vielen Farbvarianten, um so eine dem Eigenhaar entsprechend Farbe wählen zu können und besteht aus kleinen Fasern, die einfach auf die Kopfhautoberfläche aufgestreut werden.

 

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Verdickendes Haarserum

Auch ein spezielles Serum kann den Haaren zu mehr Fülle und Griffigkeit verhelfen – in der Regel reicht der Effekt allerdings nur bis zur nächsten Haarwäsche.

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Haartransplantation

Was ist eine Haartransplantation?

Haartransplantation HaarlinieUm verlorenes Haar zu ersetzen, werden bei der Haartransplantation Haarwurzeln von dichteren Bereichen der Kopfhaut auf kahlere Stellen verpflanzt. Zum Einsatz kommt die Haartransplantation vor allem bei hormonell bedingtem Haarausfall. Somit eignet sie sich für Patienten mit unumkehrbarem Haarausfall. Generell wird die Haartransplantation erst nach einem Therapieversuch vorgeschlagen. Falls die Therapie nicht anschlägt, ist der nächste Schritt die Haartransplantation. Bei anlagebedingtem Haarausfall raten viele Ärzte jedoch von zu frühen Eingriffen ab und empfehlen ein Mindestalter von 30 bis 35 Jahren. Ebenfalls sollte der Haarausfall weitestgehend zum Stillstand gekommen sein.

Der Eingriff wird von Ärzten mit diversen Zusatzqualifikationen ausgeführt: Chirurgen, Gynäkologen, HNO-Ärzte und Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgen. Außerdem müssen sich die Ärzte mit der Behandlung von chirurgischen, kardiovaskulären und medikamentösen Komplikationen auskennen.

Vorbereitung der Haartransplantation

Nach einem Gespräch des Arztes mit dem Patienten über die Einschränkungen der Haartransplantation befragt der Arzt den Patienten auch zu wichtigen Voraussetzungen für die Operationstauglichkeit, zum Beispiel ob eine überschießende Narbenbildung besteht. Ebenfalls wird bei einer Routineuntersuchung das spätere Operationsgebiet untersucht und der Zustand vor dem Eingriff dokumentiert. Der Eingriff besteht lediglich aus einer Umverteilung der Haarwurzeln. Dadurch ist der Erfolg der Operation meist schon durch die Ausgangssituation begrenzt, so kann eine große Glatze nicht mehr mit einem kleinen Haarkranz am Hinterkopf transplantiert werden. Die Faustregel lautet: „Misst die Fläche der Spenderhaare weniger als 20 Prozent der Empfängerregion, ist eine flächendeckende Haartransplantation nicht möglich“. Wichtig für eine erfolgreiche Transplantation sind auch Struktur und Farbe der Haare. Helle Haare erscheinen nämlich weniger dicht als dunkle.

Methoden für Haatransplantationen

Je nach Art der Entnahme werden zwei Techniken für Haartransplantationen unterschieden, bei der Follicular Unit Transplantation (FUT-Technik) werden die Haarwurzeln mit einem Hautstreifen entnommen. Die zweite Technik ist die Follicular Unit Extraction (FUE-Technik), dabei entnehmen die Ärzte einzelne Haarwurzelgrüppchen, sogenannte follikuläre Einheiten. Auf die genaue Technik wird in den nächsten zwei Abschnitten eingegangen.

Follicular Unit Transplantation (FUT – Methode)

Bei der Follicular Unit Transplantation wird das Haar mit einem einfachen ellipsenförmigen Haarstreifen entnommen. Bei FUT handelt es sich um eine seit Jahrzehnten bewährte Methode zum Entnehmen von Haaren. Die Schritte können wie folgt beschrieben werden

  1. Ausführliches Arztgespräch findet statt.
  2. Entnahme und Präparation: Dabei wird am Hinterkopf ein schmaler Haarstreifen entnommen. Daraufhin wird das entnommene Haar von Spezialisten präpariert. Dies geschieht für jede einzelne Haarwurzel.
  3. Zwischen der Entnahme und der tatsächlichen Haarverpflanzung werden die Entnahmen in einer Speziallösung gelagert, um sie gegen Wachstumsstörungen immun zu machen.
  4. Die Entnahmestelle wird nach dem Entfernen der Haarwurzel durch eine kosmetische Naht verschlossen. Diese kann nach wenigen Tagen wieder entfernt werden.
  5. Der Empfängerbereich wird mit winzigen, etwa porengroßen Öffnungen vorbereitet.
  6. Die präparierten Haareinheiten werden auf den zuvor definierten Stellen verpflanzt.

Der zu entnehmende Hautstreifen ist bei der FUT – Methode meist ein bis zwei Zentimeter breit. Die Länge hängt davon ab, wie viele Haare verpflanzt werden sollen. Das Verfahren wird in der folgenden Abbildung noch einmal gezeigt:

Abbildung 7: FUT – Methode für Haartransplantation

Follicular Unit Extraction (FUE – Methode)

Bei der FUE – Technik werden die Haare mit Spezialinstrumenten einzeln aus dem Spenderbereich entnommen. Während der Entnahme werden hunderte bis tausende kreisförmige Einschnitte in die Haut rund um die Folligkelgruppen vorgenommen, um die Einheiten einzeln aus der Kopfhaut zu entnehmen. Die Entnahme kann sowohl bei langen als auch kurzen Haaren erfolgen. Zu erwähnen ist, dass die bei der Behandlung entstandenen kleinen Löcher wieder von selbst verheilen. Nach der Entnahme werden die Haarwurzeln unmittelbar an den kahlen Stellen am Kopf verpflanzt. Der genaue Behandlungsablauf wird folgend gezeigt:

  1. Ausführliches Arztgespräch, Stirnhaargrenze wird eingezeichnet
  2. Einzelne Entnahme der zu verpflanzenden Haarwurzeleinheiten
  3. Nach der Entnahme wird der Empfängerbereich mit einer winzigen Öffnung vorbereitet
  4. Entnommene Follicular units werden ohne Zwischenschritt in die Öffnung eingesetzt
  5. Abschlussgespräch mit dem Arzt
  6. Zwei Tage nach der Behandlung kann das Haar wieder gewaschen werden

Vergleich von FUT und FUE Methode

FUT FUE
Art der Entnahme schmaler Haarstreifen (Spenderbereich bleibt erhalten) Haare am Hinterkopf werden auf ca. 3mm rasiert und die einzelnen Haare werden mit Spezialinstrumenten entfernt
Dauer der Entnahme 30 – 45 Minuten mehrere Stunden
Maximale Follikelanzahl pro Eingriff 4500 2500
Mögliche Haardichte hohe Dichte, da die entnommenen Follikel von guter Qualität ist und deshalb eine größere Anzahl entnommen werden kann geringe Dichte, da eine bestimmte Anzahl an Follikeln bei der Entnahme beschädigt werden
Ab wann ist man wieder gesellschaftsfähig Bereits nach einigen Tagen Ungefähr nach einem Monat, wenn die Haare an der Rasurstelle nachgewachsen sind
Ab wann darf Sport wieder ausgeübt werden Nach ungefähr 3 Wochen Nach ca. 3 – 5 Tagen
Dauer einer normalen Verpflanzung (2000 FUs) 4 -5 Stunden 8 Stunden, in manchen Fällen auf 2 Tage aufgeteilt
Narbenbildung lange dünne Narbe, die kosmetisch verschlossen werden kann Tausende feine runde Narben, die sich nach kurzer Zeit von selbst schließen
Heilung des Spenderbereichs Ab dem 10. Tag kann die Naht entfernt werden In wenigen Tagen von selbst
Möglichkeiten einer Behandlung mit Spenderhaar Bis zu 3 -4 Behandlungen Bis zu 1 – 2 Behandlungen
Anteil an entnommenen Haarfollikel, die heil verpflanzt werden können 90 – 100 Prozent 70 – 80 Prozent
Verletzung der Haut durch Entnahme hinsichtlich der Fläche Klein Groß